Open Telekom Cloud für Geschäftskunden

Cloud Storage: 3 Anwendungsbeispiele für Unternehmen

von Redaktion
Drei Männer und eine Frau schauen auf einen Bildschirm.

Unternehmen brauchen immer mehr Speicherplatz: E-Mail, Social Media und andere Kommunikationssysteme häufen größere und größere Datenmengen an. Dazu kommen die Sensoren des Internet of Things, die kontinuierlich Daten produzieren. 

Kein Wunder, dass die Menge an Daten, welche die Menschheit produziert, exponentiell wächst: Nach einer vom Festplattenhersteller Seagate beauftragten Studie des us-amerikanischen Marktforschungsinstituts IDC wird sie sich auf 175 Zettabyte vervielfachen – das ist eine 175 mit 21 Nullen. Wenn man diese Datenmenge auf herkömmliche DVDs speichern würde, dann würde die Höhe des Stapels 23 Mal die Entfernung zwischen Erde und Mond betragen. 

Ein explodierendes Datenuniversum, in dem Daten zum Rohstoff für künftiges Business werden, benötigt auch flexibel verfügbaren Speicherplatz. Unternehmen stehen daher vor der Herausforderung, kostengünstig große Speicherkapazitäten zu finden. Cloud Storage, wie ihn die Open Telekom Cloud anbietet, erlaubt es, der riesigen Datenbergen Herr zu werden.

Was ist Cloud Storage?

Als Cloud Storage bezeichnet man Speicherplatz, der sich nicht auf den Geräten der Benutzer befindet, sondern auf einem oder mehreren Servern, auf welche die Anwender über ein Netzwerk zugreifen. Es gibt drei unterschiedliche Typen von Cloud Storage für Unternehmen: Public, Private und Hybrid Cloud Storage.

Public Cloud, Private Cloud und Hybrid Cloud Storage im Vergleich

  • Von Public Cloud Storage spricht man, wenn der Cloud-Speicherplatz von einem speziellen Anbieter betrieben wird, der diesen gegen eine monatliche oder jährliche Gebühr über das Internet bereitstellt. Der Anbieter bedient eine große Zahl von Nutzern, welche ihre Daten in jeweils voneinander getrennten und Passwort-geschützen Bereichen ablegen. Diese teilen sich aber die technischen Ressourcen – also den Speicherplatz, die Rechenleistung der Server und die Kapazität der Internet-Anbindung. Der Vorteil für den Kunden ist, dass Kosten niedrig sind und der Umfang der genutzten Speicherressourcen jederzeit angepasst werden kann. Der Einsatz von Public-Cloud-Ressourcen erspart es zudem den IT-Abteilungen in Unternehmen, kontinuierliche und kostspielige Investitionen in Storage-Hardware sowie das Aufrechterhalten des Speicher-Know-hows zu leisten.
  • Eine Alternative zum Public Cloud Storage ist der sogenannte Private Cloud Storage. Dabei befinden sich die Daten auf den Servern eines privaten Netzwerks und die Nutzer müssen sich Rechenleistung und Speicherplatz nicht mit Dritten teilen. Das Unternehmen hat die volle Kontrolle über den Speicher, ist aber auch für die notwendige Hardware und Administration verantwortlich. Wird die Private Cloud von einem externen Anbieter betrieben, der den Nutzern einen Zugriff über das Internet bereitstellt, spricht man von einer Virtual Private Cloud. Diese kann man sich als eine für einen Nutzer reservierten Bereich innerhalb einer Public Cloud vorstellen. Anwender müssen sich also Cloud-Ressourcen nicht mit anderen teilen. Der Vorteil ist größere Sicherheit und höhere Verfügbarkeit.
  • Mit Hybrid Cloud Storage gibt es eine dritte Variante, welche die private Cloud-Storage-Lösung mit einem externen Online-Speicher verbindet. Dies ist vor allem für Unternehmen interessant, die einerseits internen Speicherplatz für sensible Daten und andererseits leicht zugänglichen und skalierbaren Speicher für schnell umzusetzende Projekte brauchen.

Doch wie können Unternehmen Cloud Storage ganz konkret anwenden? Hier drei Beispiele aus der Praxis.

Cloud Storage: Schaubild Public Cloud, Hybrid Cloud, Private Cloud
 

Data Lake als Basis für Big-Data-Analysen

Ein Data Lake ist eine zentrale Plattform für das Management von Daten. Anstatt Daten in Ordnern verteilt zu speichern, versammelt ein Data Lake sie alle ohne hierarchische Ordnung – wie Wasser in einem See. Die Daten werden dabei als sogenannte “Objekte” gespeichert, die mit frei definierbaren Metadaten versehen sind sowie mit einer ID. Diese ermöglicht es Anwendungen, die Daten wieder aufzufinden und zu analysieren. 

Im Vergleich zu anderen Formen der Datenspeicherung wie relationalen Datenbanken oder einem Data Warehouse werden Daten zudem vorab nicht speziell aufbereitet. Das ermöglicht es unterschiedlichsten Anwendungen, auf sie zuzugreifen. Erst wenn sie benutzt werden sollen, werden sie in das Format der Anwendung umgewandelt, die sie aufruft.
 
Data Lakes bieten einige Vorteile gegenüber Datenbanken: Da es möglich ist, innerhalb kurzer Zeit auf Daten aus unterschiedlichsten Quellen und in verschiedensten Formaten zuzugreifen, eignen sich Data Lakes besonders als Basis für Big-Data-Analysen. Zudem ist die Speicherung der Daten im Vergleich zum Data Warehouse kostengünstiger. Und da die Daten unstrukturiert abgelegt werden, kann ein Data Lake zudem sehr einfach vergrößert werden, da keine Rücksicht auf die Struktur von Datenbanken oder Dateisystemen genommen werden muss. Auch die Open Telekom Cloud bietet einen Object Storage Service an, den Sie zum Aufbau eines Data Lake nutzen können. 

Cloud Storage als Speicher für Backups

Kein Unternehmen kann es sich leisten, seine Daten zu verlieren. Das Durchführen von regelmäßigen Backups ist daher eine wichtige Aufgabe jeder Unternehmens-IT. Führt diese die Sicherungskopien allerdings auf selbst betriebenen Servern durch, kann diese Pflichtaufgabe zu einer großen Belastung für die Ressourcen der IT werden. Viele etablierte Anbieter von Backup-Software bieten daher auch Cloud Storage als Speicherort an. Der Einsatz ist einfach und bietet gerade kleineren Unternehmen eine effiziente und kostengünstige Alternative zur Speicherung auf eigenen Servern, die das IT-Management entlastet. Auch beim Backup auf Cloud Storage können Unternehmen zwischen Private Cloud Storage, Public Cloud Storage und einer hybriden Lösung wählen. 

Die Open Telekom Cloud bietet einen Volume Backup Service an, der Sicherungskopien von Daten- und Betriebssystem-Speichermedien anfertigt. Mit dem Cloud Server Backup Service ist es sogar möglich, mehrere Server und Speicher-Volumes, die für eine Applikation zusammenarbeiten, in einem einzigen Backup zusammenzufassen.

Disaster Recovery durch Cloud Storage

Einfache Backups reichen nicht aus, um dem Weiterbetrieb eines Unternehmens auch im Falle von Extremsituationen wie einem Hackerangriff oder einem Brand in einem Rechenzentrum weiter aufrecht zuhalten. Das ist die Aufgabe eines Disaster-Recovery-Plans. Bei der traditionellen Notfallwiederherstellung geschieht dies, in dem ein redundantes Rechenzentrum betrieben wird, das als Disaster-Recovery-Standort dient. Natürlich verursacht dessen Betrieb und Wartung mitunter hohe Kosten. 

Disaster Recovery durch Cloud Computing bedeutet, dass kritische Daten und Anwendungen in Cloud Storage gespeichert werden. In einem hybriden Ansatz können Unternehmen zum Beispiel die Open Telekom Cloud als Disaster-Recovery-Standort nutzen. Der Betrieb der Unternehmensanwendungen in redundanten, räumlich getrennten Infrastrukturen mit unterschiedlichem Management stellt ein hohes Maß an Ausfallsicherheit her.

Fazit: An Cloud Storage führt kein Weg vorbei

Moderne Kollaborations-Tools und Industrie 4.0 lassen die Datenmengen, die Unternehmen zu managen haben, so exorbitant steigen, dass ihr IT-Management oft damit überfordert ist, auf selbst verwalteten Servern entsprechenden Speicherplatz zu geringen Kosten bereitzuhalten. Cloud Storage bietet hier eine Alternative. Beispiele für praktische Anwendungsmöglichkeiten sind Data Lakes zur Speicherung unstrukturierter Daten sowie Backups und Disaster Recovery. Bei der Umsetzung können Unternehmen zwischen kostengünstigen und flexiblen Public Cloud Storage, sicheren Private Cloud Storage oder der Hybrid Cloud als Mischlösung wählen.


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