Open Telekom Cloud für Geschäftskunden

Das richtige Preismodell in der Cloud? Es kommt darauf an …

von Redaktion

Einer der größten Vorteile des Cloud Computing ist seine flexible Kostenstruktur. Die Idee dahinter ist simpel: Der Cloud-Nutzer bezahlt nur das, was er an Ressourcen aus der Cloud auch verbraucht hat. Diese verbrauchsabhängige Variante ist jedoch nur ein Arrangement von vielen, die Cloud Provider ihren Kunden anbieten. Erfahren Sie hier mehr über die gängigsten Preismodelle beim Cloud Computing.

Passen Sie das Preismodell Ihrem Business an

Bevor Sie sich auf die Suche nach dem passenden Preismodell begeben und dazu Cloud-Anbieter miteinander vergleichen, sollten Sie zunächst Ihr eigenes Business analysieren. Faustformel: Finden Sie das Preismodell, das am besten zu Ihrem Geschäftsmodell passt – und nicht umgekehrt. Es sollte nicht nötig sein, Ihr Business dahin gehend zu ändern, dass es möglichst optimal zum jeweiligen Billing-System passt.

Wenn Sie zum Beispiel eine geeignete IaaS-Lösung suchen, sollten Sie sich intensiv mit Services wie der Bereitstellung von Server-, Rechen- und Speicherkapazitäten sowie Traffic, Support und Datensicherheit auseinandersetzen. Bei SaaS und PaaS ist hingegen die jeweils eingesetzte Soft- beziehungsweise Hardware von entscheidender Bedeutung, beispielsweise Microsoft Office 365 oder AppAgile. Beantworten Sie für sich und Ihr Business-Modell folgende Frage: Legen Sie, weil dynamische Lasten zu erwarten sind, großen Wert auf Flexibilität in der Kostenstruktur oder ist ein langfristiges Modell mit reservierten Fixpauschalen aufgrund größerer Planungssicherheit sinnvoller?

Telefon, Stift und Papier
Einer der größten Vorteile des Cloud Computing ist seine flexible Kostenstruktur

Doch welche Preismodelle existieren überhaupt am Markt? Das Analyse-Unternehmen 451 Research hat in einer Studie versucht, die Preismodelle im IaaS-Bereich zu kategorisieren und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass der Markt sehr diversifiziert auftritt und sich transparente Preisvergleiche nur sehr schwer durchführen lassen. Im Prinzip bietet jeder Provider bei seinen Preisstrukturen unterschiedliche Spezifika. Grundsätzlich lassen sich beim Cloud Computing jedoch drei große Modelle unterscheiden.

1. Pay-per-use: Zahlen Sie nur das, was Sie auch verbrauchen

Das Pay-per-use- oder auch On-demand-Preismodell bedeutet, dass Sie nur die IT-Ressourcen bezahlen, die Sie auch tatsächlich nutzen beziehungsweise bereits genutzt haben. Eine Anmeldung ist bei dieser Option in der Regel kostenlos und unkompliziert. Das heißt, die Bereitstellung von Cloud-Diensten ist innerhalb von wenigen Minuten gewährleistet und Sie haben es sozusagen selbst in der Hand, welche Komponenten Sie aus der Cloud beziehen und somit letztendlich zahlen. Am Ende des Monats erhält jeder Cloud-Anwender eine detaillierte Auflistung der zeitlichen Nutzung sämtlicher in Anspruch genommener Services.

Das Pay-per-use-Modell eignet sich daher insbesondere für kleine Unternehmen oder Start-ups, die die Entwicklung des eigenen Geschäfts nur schwer prognostizieren können und auf flexible Strukturen angewiesen sind. Wenn zum Beispiel ein App-Entwickler eine Anwendung ohne Investitionen betreiben möchte und den Erfolg (Lastspitzen) kaum einschätzen kann, geht er mit einem On-demand-Modell ein geringes Risiko ein und kann Ressourcen flexibel skalieren.

2. Reserved: Volle Kostenkontrolle und satte Rabatte

Das Pay-per-use-Modell bietet aufgrund seiner Skalierbarkeit maximale Flexibilität, ist jedoch nicht für jedes Business die optimale Wahl, wie folgendes Beispiel verdeutlicht. Wenn ein Kunde seine Website in der Cloud betreiben möchte, benötigt er einen kontinuierlichen Betrieb mit einer Minimalkonfiguration. Er wird davon absehen, die Ressourcennutzung beispielsweise nachts zu beschränken, weil zu diesem Zeitpunkt der wenigste Traffic und damit die geringste Hauptlast zu erwarten ist ‑ ganz abgesehen davon, dass sich dadurch Konflikte mit Nutzern aus anderen Zeitzonen ergeben können. Für den Dauerbetrieb einer Anwendung wird die Nutzung einer Cloud im Pay-per-use-Modell langfristig teurer und unwirtschaftlich. Dies wäre in etwa so, als würden Sie sich jeden Tag ein Tagesticket kaufen, um zur Arbeit zu fahren. Hier wäre ein Monatsabonnement die klügere Wahl.

Für diesen Fall gibt es im Cloud Computing das sogenannte Reserved-Preismodell. Bei diesem Dauernutzungsprinzip können Sie sich Kapazitäten – zum Beispiel zehn virtuelle CPUs, 1 TB Speicher und 20 GB Arbeitsspeicher – für einen vertraglich festgelegten Zeitraum reservieren. Bei der Open Telekom Cloud ist dies zum Beispiel für zwölf, 24 oder 36 Monate zu einer fixen Pauschale möglich. Fixierte Verträge mit Langzeit-Nutzungsvereinbarungen werden von den meisten Providern mit hohen Rabatten honoriert. Nutzen Sie Ihre Ressourcen nicht komplett, zahlen Sie im Gegensatz zum Pay-per-use-Modell dennoch den vollen Preis.

Das Reserved-Modell lässt sich darüber hinaus im klassischen Sinne noch in zwei verschiedene Bezahlsysteme unterteilen. Entweder bezahlt der Kunde seinen Beitrag für den abgeschlossenen Nutzungszeitraum in festen monatlichen Raten oder er begleicht den fälligen Gesamtbetrag sofort und im Voraus. In diesem Fall lassen sich weitere Rabatte erzielen. Das Reserved-Modell eignet sich daher für Kunden, die mit einem bestimmten Anbieter sehr zufrieden sind und sich dauerhaft an ihn binden möchten, um neben den Service-Leistungen auch von Preisnachlässen zu profitieren.

3. Combined – die Mischung macht’s: Halb Pay-per-use halb Reserved

Als drittes Preismodell der Cloud hat sich auf dem Markt eine Kombination von verbrauchsabhängigen und vertraglich fixierten Kosten etabliert. Bei dieser Combined-Variante können sich Cloud-Anwender ihre Grundlast über das Reserve-Modell absichern und im Bedarfsfall zusätzliche Kapazitäten hinzubuchen. Diese werden dann „on demand“, also auf Nachfrage beziehungsweise nach Verbrauch, bezahlt.

Dieses Preismodell ist eine interessante Möglichkeit für Unternehmen, die Cloud-Dienste beispielsweise projektbezogen und nur temporär benötigen, vom saisonalen Geschäft abhängig sind oder etwa zum Monatsende hin mehr Lastspitzen erwarten – zum Beispiel durch Rechnungsläufe. Das Zubuchen von mehreren Servern geschieht in diesem Fall automatisch und deckt somit die Realität eines Business sehr gut ab.

Transparenz ist bei Cloud-Kosten ein absolutes Muss

Das National Institute of Standards and Technologie, kurz NIST, definiert fünf Kriterien für einen Cloud-Service. Eins davon sind die sogenannten Measured Services. Das bedeutet, dass die Ressourcennutzung der Cloud-Dienste gemessen, überwacht und entsprechend bemessen den Cloud-Nutzern bereitgestellt werden muss. Dies ist die Grundvoraussetzung dafür, dass Anwender in ihrer Abrechnung eine transparente Auflistung ihrer in Anspruch genommenen Services samt nachvollziehbaren Kosten erhalten. Andernfalls handelt es sich bei dem Angebot des Providers laut NIST-Definition nicht um Cloud Computing. 

Fazit: Bleiben Sie am Ball!

Die Analyse des eigenen Bedarfs ist das entscheidende Kriterium bei der Berücksichtigung des passenden Preismodells. Egal, für welches Cloud-Angebot und Preismodell Sie sich letztlich entscheiden, einer Sache sollten Sie sich stets bewusst sein: Als Nutzer einer Cloud-Anwendung übernehmen Sie eine große Verantwortung für die Kosten. Beim Pay-per-use-Modell tragen Sie prinzipiell 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche die Sorge dafür, dass auch nur die Ressourcen verbraucht werden dürfen, die Ihr Unternehmen tatsächlich benötigt.

Beim Reserved-Modell ist es wichtig, dass Sie die Vertragslaufzeiten mit Bedacht wählen und die Kündigungsfristen entsprechend berücksichtigen. Mit der Wahl des passenden Preismodells allein ist es also nicht getan. Eine laufende Überprüfung der teils sehr komplexen Rechnungen ist im Hinblick auf die Kosteneffizienz von weitreichender Bedeutung.


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