Open Telekom Cloud für Geschäftskunden

Anwendungen passend für alle Clouds konfigurieren

von Redaktion
Ein Netz von blauen, digital anmutenden Wolken
Mit dem Cloud Topology Designer lassen sich Anwendungen schnell in Cloud- und Multi-Cloud-Umgebungen bereitstellen. Bild: iStock/D3Damon

In diesem Artikel lesen Sie, 

  • wie sich Anwendungen mithilfe des Cloud Topology Designers schnell für die Cloud entwerfen lassen,
  • wie Sie Ihre Applikationen ohne großen Aufwand fit für den Multi-Cloud-Betrieb machen,

welche Vorzüge die Cloud-Orchestrierung auf Basis des TOSCA-Standards gegenüber anderen Ansätzen hat.

Design once, run anywhere – Applikationen in jeder Cloud problemlos betreiben, unabhängig von der Betreiber-Technologie: Um Software-Entwicklern das zu ermöglichen, hat T-Systems den Cloud Topology Designer (kurz: CTD) entwickelt. Das neue Werkzeug erleichtert den Entwurf von cloudnativen Anwendungen für Software-Entwickler ganz erheblich. Denn der CTD bietet einen Katalog vorgefertigter Module, die den Prozess deutlich beschleunigen. Der Unterschied zur klassischen Vorgehensweise: Wer bisher Anwendungen in die Public Cloud oder die Private Cloud migrieren will, muss dafür zunächst auf Software Development Kits (SDK) oder Infrastructure-as-Code-Tools (IaC) wie Terraform zurückgreifen, bevor er sich um die eigentliche Anwendung kümmern kann. Doch dieser so genannte Bottom-up-Ansatz ist nicht nur zeitaufwändig, sondern außerdem stark auf die Infrastruktur fokussiert, die Applikationsschicht bleibt außen vor. So stellt etwa Terraform vorrangig Schnittstellen zu Virtuellen Maschinen (VMs) oder Netzwerken bereit, ist aber nicht für Anwendungen geschaffen.

Modularer Ansatz: einmal entworfen, überall einsetzbar

Die Folge: Jede Applikation muss für unterschiedliche Cloud-Szenarien individuell entworfen und angepasst werden. Ein hoher Aufwand, wenn Unternehmen Hybrid- oder Multi-Cloud-Szenarien einsetzen möchten. Der CTD löst diesen gordischen Knoten, denn eine einmal entworfene Applikation lässt sich problemlos in mehreren Clouds von verschiedenen Anbietern betreiben – frei nach dem Motto: Design once, run anywhere.

Der Top-Down-Ansatz des Cloud Topology Designers fokussiert speziell auf Anwendungen. Cloud-Architekten nutzen dazu vorhandene Module, die sie bei Bedarf individuell anpassen. Das reduziert Zeitaufwand und Kosten ganz erheblich. Statt wie früher Wochen oder gar Monate für die Anpassung von Applikationen an neue Infrastruktur-Umgebungen einplanen zu müssen, lassen sich Anwendungen nun innerhalb weniger Minuten in einer anderen Cloud bereitstellen. So profitieren Unternehmen mit dem CTD von einer erheblich kürzeren Time-to-Market. 

Komponenten nach individuellen Anforderungen zusammensetzen

Der CTD basiert auf den beiden Open-Source-Projekten Application Lifecycle Enablement for Cloud (Alien4cloud) und Ystia Orchestrator (Yorc). Zu den vorgefertigten Bausteinen der Lösung gehören Infrastruktur-Komponenten (wie Netzwerk, Prozessoren und Speicher) ebenso wie Anwendungskomponenten (wie Application Server und Datenbank). Auch Programmiersprachen wie Bash, Python und Ansible sind im CTD-Werkzeugkoffer enthalten. So können Nutzer die vorgefertigten IT-Bausteine im Drag-and-Drop-Verfahren zusammenstellen und bei Bedarf auf ihre speziellen Anforderungen zuschneiden.

Ein einfaches Anwendungsbeispiel: Im Editor des CTDs wird ein Applikationsserver mit einer Datenbank über einen Port verbunden. Während der Bereitstellung versorgt der CTD die Applikation mit den nötigen Netzwerkverbindungen und erzeugt selbsttätig alle Sicherheitsregeln.

Wiederverwendbare Module, TOSCA statt Terraform

Zudem können Cloud-Architekten den Lebenszyklus einer Applikation konfigurieren, indem sie ihnen Anweisungen für Wartungsschritte wie dem Starten, Stoppen oder Löschen zuordnen. Um doppelte Arbeit bei der Software-Entwicklung zu vermeiden, lassen sich selbst entwickelte IT-Bausteine als modulare Komponenten hinterlegen, die sich für andere Anwendungen wiederverwenden lassen.

Um Applikationen zu beschreiben, verwendet der CTD intern den Standard TOSCA (Topology and Orchestration Specification for Cloud Applications). Er wurde von der internationalen Non-Profit-Organisation OASIS entwickelt (Organization for the Advancement of Structured Information Standards). Der Cloud Topology Designer ergänzt die anbieterunabhängige TOSCA-Beschreibung einer Anwendung um ein Frontend, das das Modellieren einer Cloud-Umgebung deutlich vereinfacht.

Ein Applikationsdesign für Multi-Cloud

Viele Unternehmen setzen im Cloud Computing ungern alles auf eine Karte – sie nutzen stattdessen vermehrt hybride und Multi-Cloud-Umgebungen. Der TOSCA-Standard im Cloud Topology Designer gewährleistet die Portabilität von Anwendungen für verschiedene Cloud-Provider wie der Open Telekom Cloud, einem lokalen Virtualisierungscluster oder Hyperscalern wie Amazon Web Services sowie der Google Cloud Platform – es droht keine Gefahr eines Vendor-Lock-ins. Die TOSCA-Komponenten sind unabhängig von bestimmten Providern. Hat ein Cloud-Architekt die Applikation entworfen, wählt im Anschluss ein Administrator den oder die Cloud-Provider aus, in deren Infrastruktur die Applikation bereitgestellt werden soll. So beschleunigt CTD die Migration von lokal gehosteten Workloads in Cloud-Umgebungen enorm und reduziert die Time-to-Market – denn einmal entworfen, passt eine Anwendung für alle Clouds.

Jetzt ausprobieren

Der Cloud Topology Designer läuft selbst als Anwendung in der Open Telekom Cloud (verfügbar ab dem 1. September 2020) in einer Public Beta. Wer den Dienst ausprobieren möchte, kann dies mit normalen Credentials einer OTC-Domain tun (Domain-ID, Projekt, Benutzername, Passwort). Es handelt sich um eine Public Beta, die für Kunden der Open Telekom Cloud kostenlos ist, wenn sie Setups in die Open Telekom Cloud ausrollen. Natürlich werden die konsumierten Ressourcen in der Open Telekom Cloud wie bisher abgerechnet.

Um weiterführende Details zum Cloud Topology Designer zu erhalten, könnt ihr in unsere Community schauen.


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