Open Telekom Cloud für Geschäftskunden

So helfen deutsche Rechenzentren im Kampf gegen Corona

von Redaktion
Das Logo der Corona-Warn-App – ein blau-rotes C
Eines der besten Mittel im Kampf gegen Covid-19: Die Corona-Warn-App der Bundesregierung. Bild: Bundesregierung.

In diesem Artikel lesen Sie, 

  • wie die Corona-Warn-App aus der Cloud bereitgestellt wird, 
  • welche Anforderungen die Cloud-Plattform dafür erfüllen muss
  • und welche Methode den Entwicklungsprozess beschleunigte.

Ob zum Schutz der eigenen Gesundheit oder aus gesellschaftlicher Verantwortung: Mehr als 16 Millionen Bundesbürger haben inzwischen die Corona-Warn-App auf ihren Smartphones installiert. Seit Wochen führt die App sowohl im App Store von Apple als auch im Google Play Store die Download Charts an. Laut aktueller Bitkom-Umfrage plant jeder zweite Smartphone-Nutzer die Corona-Warn-App dauerhaft zu nutzen. Der häufigste Beweggrund: Jede vorhandene Möglichkeit nutzen, um das Coronavirus zu bekämpfen sowie sich selbst und seine Mitmenschen zu schützen. Im internationalen Vergleich – auch in anderen Ländern gibt es ähnliche Tracing-Apps – sind die deutschen Nutzerzahlen damit an der Spitze. 

Dabei ist das Vertrauen der deutschen Bevölkerung in die Corona-Warn-App keineswegs selbstverständlich. Gab es doch im Vorfeld viele Herausforderungen zu meistern – und in der Bevölkerung große Sorgen um eine mögliche Verarbeitung personenbezogener Daten und zu wenig Datenschutz. 

Bestmögliche Datensicherheit für alle Bürger

Für das Bundesgesundheitsministerium als Auftragsgeber und das Robert Koch-Institut als Betreiber der Corona-Warn-App hatten der Schutz personenbezogener Daten und die Einhaltung der Datenschutzgrundverordnung (DSVGO) höchste Priorität. 

Doch auch der übrige Anforderungskatalog war anspruchsvoll. Die wichtigsten Vorgaben: die verwendete Technologie musste auf offenen Standards basieren, die Rechenzentren in Deutschland sein und wichtige Sicherheitszertifizierungen aufweisen. Damit fiel die Wahl für die technische Infrastruktur schnell auf die Open Telekom Cloud, der Public Cloud-Lösung des App-Entwicklungspartners Telekom. Bereitgestellt aus hochsicheren Rechenzentren in Magdeburg und Biere, basiert die Open Telekom Cloud auf dem offenen Standard OpenStack. Außerdem erfüllt sie den Anforderungskatalog C5 vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), der Cloud-Anbietern ein Höchstmaß an Sicherheit bescheinigt.

Infektionsketten frühzeitig digital unterbrechen

Und was bedeutet das in der Praxis? Wurde eine Person positiv auf Corona getestet und meldet seine Infektion über die Corona-Warn-App, tauscht sein Smartphone über Bluetooth zufällig generierte Schlüssel mit anderen Geräten in der Nähe. Der Abgleich der Schlüssel erfolgt über Verifikations-Server, die aus der Open Telekom Cloud bereitgestellt werden. Kommt es zu größeren Infektionsherden, in denen viele Daten abgeglichen werden müssen, lassen sich in kürzester Zeit die Cloud-Ressourcen erhöhen und ebenso schnell wieder herunterfahren.  

Zudem stehen Telekom-Experten seit Start des Projektes im engen Austausch mit dem Softwarehersteller SAP, der die App mitentwickelt hat. Dabei erhalten die Walldorfer Entwickler und die weiteren beteiligten Einheiten der Telekom einen erweiterten Support für die Open Telekom Cloud im Rahmen des so genannten Enterprise Agreements und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie.   

App-Entwicklung im Schnellverfahren

Neben den hohen Anforderungen an den Schutz der Privatsphäre von Nutzern waren auch die zeitlichen Vorgaben der Auftraggeber ambitioniert. Das Ziel: In 50 Tagen sollte die Corona-Warn-App zur Verfügung stehen. Die Entwickler und Projektmanager der beteiligten Unternehmen entschieden sich daher für den agilen Entwicklungsansatz DevOps. Der Vorteil: DevOps ermöglicht schnellere Ergebnisse ohne Qualitätseinbußen bei der Software. Dazu werden die einzelnen Entwicklungsschritte in kleine Teile zerlegt und definierten Teams zugeteilt. Eine frühzeitige Einbindung des Betriebsteams in den Entwicklungsprozess verhindert, dass es zu bösen Überraschungen beim Betrieb kommt. Alle Beteiligten stehen laufend im engen Austausch und teilen wichtige Informationen. So wird die Software kontinuierlich und über den gesamten Entwicklungsprozess hinweg verbessert. Die Wahl der Methode trug wesentlich dazu bei, dass SAP und die Telekom den ambitionierten Zeitplan einhalten konnten. 

Doch die Arbeit ist noch nicht vorbei: Die Corona-Warn-App wird kontinuierlich verbessert. Dazu stehen SAP und Telekom laufend im engen Austausch mit Unternehmen wie Apple und Google. Außerdem soll es zeitnah ein neues Feature geben: Es wird an einer Lösung gearbeitet, um einen länderübergreifenden Datenaustausch zwischen den verschiedenen Systemen der Staaten der Europäischen Union zu ermöglichen.


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